Freitag, 31. Juni 2013 – wir kehren zurück

Freitag, 31. Mai 2013 – wir kehren zurück

Der neue Tag begann wieder für viele von uns in der Nacht. Die einen tanzten aktiv Tango. Andere beschränkten sich aufs Anschauen.

Nach einer kurzen Nacht ging es am frühen Morgen auf eine Stadtrundfahrt im Bus. Vorbei an neuen Sehenwürdigkeiten, wie dem Nationalkongress, oder inzwischen Vertrautem, wie die bunten Gebäude im Hafenviertel von La Boca, in denen die Wurzeln des Tangos liegen.

Ah, die Ampel springt auf Rot. Grundsätzlich kein Hinderungsgrund drüber zu fahren, aber jetzt hupt unser Busfahrer dazu, da schon eine gute Sekunde seit dem Umschalten vergangen ist. Tja, Guillermo hat uns ja am ersten Tag schon gesagt, die Ampeln sind nur eine „Empfehlung“. Der Bus kurvt weiter durch die schachbrettartig angeordneten Blocks des 13-Millionen Monsters Buenos Aires. Vorbei an historischen Gebäuden, die oft schon bessere Zeiten gesehen haben. Am der Bushaltestelle beim Teatro Colon steigen wir wieder aus. Wir laufen zurück ins Hotel, um unsere sieben Sachen zu holen. Einige übereifrige Einkäufer verteilen Alpaka-Pullis, Decken, Wein und andere Dinge in jegliche vakante „Kofferäume“ ihrer Mitreisenden. Ab in den Bus und zum Flughafen.

In unserer Boeing 747 Über Brasilien gibt es wieder ein schönes Geburtstagsständchen, das nicht nur dem Geburtstagskind, sondern auch unseren MitfliegerInnen eine Freude bereitet. Auf dem Rückflug gehen vielen von uns noch die Erlebnisse der letzten zwei Wochen durch den Kopf. Sieben erfolgreiche Konzerte mit 50 bis über 500 begeisterten ZuhörerInnen. Wir haben die menschliche Wärme unserer Gastgeber gespürt – die zwischenmenschliche Beziehung steht in diesem Land absolut im Vordergrund. Wir haben fantastische Landschaften erlebt – da hätte der Eine oder die Andere sogar noch gerne mehr davon gehabt. Wann schaff ich es wieder hierher zurückzukommen, um noch mehr von dieser menschlichen Wärme zu spüren – ein Kontrast zu unserer hoch optimierten und effektiven Gesellschaft in Deutschland. Schön, dass die Menschen auf der Welt doch so verschieden sind.

Nachtrag: Zuhause angekommen gibt es viel zu erzählen – aber durch Blog haben viele unsere Reise mitverfolgt und sich so ihre eigenen Vorstellungen davon gemacht, wie das Bild des Sohnes einer Chorsängerin zeigt.

Werner