18. Mai – Einchecken auf südamerikanisch

18. Mai – Einchecken auf südamerikanisch

Samstag, 18. Mai 2013

Das Wichtigste zuerst: wir sind vollzählig und gut gekommen. Temperatur bei Ankunft: 5 Grad! Am Flughafen erfuhren wir, welche Steine man amerikanischen Einreisenden in den Weg legt – Zahn um Zahn! Welche Freude, Guillermo wieder zu sehen, der uns mit einem begeisterten Luftsprung begrüßt! Er hat viel Energie investiert über all die Jahre, damit wir hier herkommen und jetzt ist es soweit. Nachdem einige noch den Flughafen für einen Kaffee genutzt haben, fahren wir mit dem Bus ins Stadtzentrum zum Hotel. Es ist bewölkt und herbstlich, aber die Stimmung ist gut. Im Hotel fällt zunächst der Strom aus, aber auch dieses Problem und die weiteren beim Einchecken werden auf südamerikanische Art gelöst.

Nach einer Sicherheitseinweisung (In Buenos Aires trägt man den Rucksack vorn! Man läuft nie allein durch die Straßen!) ging es auf zu einem Spaziergang zur Casa Rosada, dem rosa Regierungspalast und der Heimat-Kirche des Papstes. Nächster Programmpunkt: das alte Viertel San Telmo mit vielen herrlichen Häusern vom Beginn des 20. Jahrhunderts und zahllosen netten Lädchen und Cafes. Zwangsläufig trennt sich nun die Gruppe. Einge wandern zum Hafen und in das ärmliche Viertel La Boca, das für seine bunten Wellblechhäuser berühmt ist. Dort wurden einge Mitsänger von der Polizei aus dem Viertel geführt, die sich um deren Sicherheit sorgte. Ein junges Paar tanzt Tango auf der Straße. Andere kommen mit einer Galeriebesitzerin ins Gespräch, die sie zu ihrer Privatgalerie mitnimmt, andere gehen von einem charmanten Lokal zum nächsten, feiern den 30. Geburtstag einer jungen Argentinierin mit und singen eine Ständchen auf Deutsch. Jeder hat abends andere Geschichten zu erzählen. Wir sind beeindruckt: überall treffen wir auf sehr freundliche, offene Menschen. Jede Stunde, die wir im Vorfeld fürs Spanisch-Lernen investiert haben, zahlt sich nun reichlich aus!
Zum abendlichen Asado (Grill-Essen) kehren wir in einem der typischen Lokale ein, wo Grillmeister an riesigen Holzgrills gigantische Fleischmengen rösten. An langen Tafeln wird es lustig, doch bald übermannt alle die Müdigkeit.

Petra